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Leseprobe aus www.Storyparadies.de - Geschichten und Kurzgeschichten aller Genres

Kategorien > Love Story´s > Emotionen

Zu Hause von Jessica Link
Draußen war es bereits seit einigen Stunden dunkel. Weiches, warmes Licht einer einzelnen Kerze erhellte den Raum, im Hintergrund ertönte leise sanfte Musik. Auf der Couch sind die Umrisse einer Person auszumachen, die sich nicht zu bewegt hatte, seit wie es schien, einer Ewigkeit. Tränen bildeten sich in ihren Augen und bahnten sich ihren Weg nach unten, wo sie langsam ihr Gesicht herunter liefen. Sie starrte nur geradeaus, ohne auch nur die geringsten Anstallten zu machen sie aus ihrem Gesicht zu entfernen. Es schien als nehme sie diese nicht einmal wahr. Ihre Augen waren geradeaus gerichtet, doch sie machten den Anschein als sehen sie etwas dass an einem anderen Ort und zu einer anderen Zeit geschah. Der Blick war lang, sehnsüchtig und traurig. In ihren Händen hielt sie einen Bilderrahmen, dessen Foto bei dem wenigen Licht nur schwer auszumachen war. Sie senkte den Blick und sah auf das Bild hinab, strich mit der Hand hinüber, schloss die Augen und zugleich liefen die Tränen nun in Strömen ihr Gesicht hinunter. Sie stellte die Musik ab, löschte das Licht der Kerze und entschloss einen Spaziergang zu machen. Langsamen Schrittes lief sie die Straßen entlang ohne Ziel und ohne Ansporn, sie lief einfach wohin auch immer ihre Füße sie tragen würden. In einem Park setzte sie sich auf eine Bank, den Blick stets ins leere gerichtet. Sie sah nach oben in die Sterne und ein kleines Lächeln umspielte ihre Lippen, doch der Blick hatte sich nicht geändert, noch immer war dieser traurig und leer. Sie erinnerte sich, wie sie gemeinsam in die Sterne sahen uns ihre Nähe genossen, ohne großartig etwas zu tun oder zu sagen. Das was zählte war das sie beieinander waren, und das auf eine Art die schwer zu erklären und noch schwerer zu verstehen war. Waren sie zusammen fühlte sie sich als Ganzes, einer ergänzte den Anderen. Sie waren glücklich, so glücklich wie man nur sein konnte. Sie war so tief im Gedanken versunken, das sie alles um sich herum vergas - wo sie war und was sie tat. Hinter ihr auf einem Baum saß ein Vogel auf einem dünnen Ast, der im begriff war los zufliegen, was ein leichtes Knacken des Astes verursachte. Das Brechen des Astes ließ sie etwas zusammenzucken und holte die Trauer und die Schmerzen in ihre Augen zurück. Das Knacken des Astes, - das zerbrachen ihres Herzens in mehr als tausend einzelne Teile, - der Knall einer Waffe - all das führte sie zurück an den Tag, der alles ändern sollte. Aus heiterem Himmel tauchte er au, mit einer Dunklen Maske über seinem Gesicht, dem puren Hass in den Augen und mit zittriger Hand eine Waffe haltend, die auf sie gerichtet war. Einen Wimpernschlag zuvor hatten sie noch gelacht, doch nun stand ihnen der blanke Horror ins Gesicht geschrieben. Ohne einen weiteren Augenblick abzuwarten drückte er ab und die Kugel verließ den Lauf der Waffe. Sie rechnete damit jeden Moment getroffen zu werden, doch dazu sollte es nie kommen. Er hatte sich vor sie gestellt, hatte ihren Platz eingenommen und sie so davor bewahr die Kugel in sich spüren zu müssen. Diese Kugel trat in seinen Körper und er verzog vor Schmerzen das Gesicht, bevor er auf den Boden sackte. weiterlesen...

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